Das 51. Studierendenparlament der Uni Münster hat vergangenen Montag die Einführung des NRW-Semestertickets besiegelt. Dazu erklärt der AStA Vorsitzende auf der AStA-Homepage: „Der neue AStA hat in vier Wochen erreicht, was der alte Juso-AStA in einem halben Jahr nicht geschafft hat, nämlich die erfolgreiche Einführung der NRW-Erweiterung für das Semesterticket. Ich bin sehr stolz auf diese Leistung und freue mich sehr, dass das Studierendenparlament diesen Erfolg mit seinem Beschluss würdigt.“
Die NRW-Erweiterung kostet die Studierenden zusätzlich 38 Euro pro Semester. Sie werden es in einem gesonderten Brief rechtzeitig vor Semesterbeginn von der Universität zugeschickt bekommen.
Das uFaFo hat den von einer Parlamentsmehrheit befürworteten Beschluss, das NRW-Semesterticket einzuführen, aus sozialen und rechtlichen Gründen scharf kritisiert und zahlreiche Stellungnahmen verfasst.
Da der neue AStA, in dem auch Mitglieder des uFaFos aktiv sind, sich für einen sozialen Ausgleich für bedürftige Studierende eingesetzt hat, können sich diese in der AStA-Sozialberatung erkundigen und auf Antrag das Geld für das ganze Semesterticket erstatten lassen.
Schlagworte: AStA, Jochen Hesping, NRW-Semesterticket, SP, Studierendenparlament, Uni Münster
2. Juli, 2009 um 11:08 |
zum solidarfonds: die studierenden erhalten das Geld für das semesterticket (inkl. nrw-erweiterung) zurück und können das ticket behalten. diese unterstützung richtet sich an die ärmsten der armen unter uns studierenden, es werden leider nur wenige sein, die davon profitieren können. wenn wir feststellen, daß der bedarf erheblich höher ausfällt als das geld, daß uns nach unserem haushaltsvorschlag dafür zur verfügung stehen wird, wird das studierendenparlament im nächsten jahr vielleicht mehr geld für den solidarfonds zur verfügung stellen. grundsätzlich sehe ich hier aber auch die verkehrsunternehmen in der pflicht, studierende mit besonderen belastungen aus der zahlungspflicht zu nehmen.
2. Juli, 2009 um 12:21 |
Und wie habt ihr gestimmt?
2. Juli, 2009 um 15:31 |
@schwordon:
Das wird ja immer bunter: Erst das teurere NRW-Ticket einführen und dann die Verkehrsunternehmen in der Pflicht sehen… Wenn schon kleinere Belastung, dann eben kein NRW-SeTi, weniger Geld für den AStA etc…
3. Juli, 2009 um 06:32 |
Das ufafo war zu dem Zeitpunkt nicht mehr anwesend. Durchgestimmt wurde das ganze von Juso HSG, Linke.SDS und 4 ParlamentarierInnen der Uni-GAL. In der Sitzung generell war nur einer von 3 ufafo ParlamentarierInnen anwesend. Viel ärgerlicher war aus meiner Sicht, das wir nicht den Haushalt durchgestimmt haben. Die nicht-existente Koalition aus RCDS, LSI, ufafo und Uni-GAL war leider nur mit 14 Stimmen vor Ort und wollte deswegen den Haushalt erst gar nicht behandeln. Die Juso HSG hatte vorgeschlagen, das man mit einem kleinen Kompromiss den Haushalt unterstützen würde. Es sollte einzig das Anti-Rassismus-Referat erhalten bleiben und man hätte den inzwischen 8 Monate verspäteten Haushalt mit den gemeinsamen linken Stimmen durchbringen können. So müssen die Fachschaften weiter auf ihr Geld warten. Gerüchten zufolge versucht man die nicht-existente Jamaika-Koalition aufrecht zu erhalten und wartet darauf, das alle ParlamentarierInnen der Koa-Listen Zeit haben. Ob dies noch vor dem Wintersemester der Fall sein wird, darf bereits jetzt bezweifelt werden.
3. Juli, 2009 um 21:52 |
wäre das ufafo dagewesen (ich konnte leider nicht da sein, war aber entschuldigt), hätte es gegen den vertrag gestimmt. wir sind gegen das nrw-semesterticket zu den vorliegenden bedingungen, können einem solchen vertrag, der alle studierenden zu einer zusätzlichen zahlung von 38 euro (tendenz steigend) pro semester zwingt, nicht zustimmen.
unabhängig von unserer meinung zum ticket ist es aber schon erstaunlich und beachtlich, wie schnell der neue asta einen unterschriftsreifen vertrag vorlegen konnte. es muss für die jusos ganz schön ärgerlich sein, den vertrag, auf dem deren unterschriften vorgesehen waren, so lange in den schubladen liegen gelassen zu haben… offenbar wusste die juso-hsg nicht, dass man für eine asta-vorsitz-wahl 16 stimmen braucht – oder zumindest eine einfache mehrheit – und nicht nur 13. und der seti-vertrag muss nunmal vom asta-vorsitzenden unterschrieben werden.
nach der wochenlangen verzögerung des haushalts durch die juso-hsg (ich erinnere: instrumentalisierung einer dringlichkeitssitzung zum haushalt für eine (missglückte
) asta-vorsitz-wahl und rücküberweisung des haushalts in den haushaltsausschuss), sollten sich angehörige dieser liste lieber mal schön bedeckt halten.
dass sich die linken (ufafo und unigal) von dem gesülze der jusos nicht einlullen lassen und sich weiterhin nicht auf deren stimmen verlassen, ist vollkommen richtig. oft genug ist diese strategie nach hinten losgegangen. sorry, jusos, aber so vergesslich sind wir nun doch nicht. es ist doch gerade mal zwei oder drei monate her, dass ihr einen rcdsler in den verwaltungsrat gewählt habt, statt eure stimme wie besprochen dem ufafo-kandidaten zu geben.
4. Juli, 2009 um 14:50 |
Ich kann mich nicht daran erinnern, das wir jemals auch nur ein Gespräch weder zum Verwaltungsrat noch zu irgend einem anderen Thema hatten. Faktisch hat das ufafo zusammen mit der Uni-GAL alle unsere Gesprächsangebote der letzten 10 Monate ausgeschlagen. Und willst du mir ehrlich erzählen, das der Haushalt durch uns verzögert wurde? Eure Koalition hat bei der letzten StuPa Sitzung den Tagesordnungspunkt vertagt, dabei haben wir euch sogar angeboten, das mit euch durchzustimmen. Ganz abgesehen davon, das euer Finanzreferent 5 Monate zu spät diesen Haushalt eingebracht hat.
4. Juli, 2009 um 15:10 |
zum zeitpunkt der einbringung des haushalts war rudi noch der finanzreferent der jusos. auch jetzt ist es nicht unserer, sondern der des neuen asta, der bekanntlich unabhängig ist. auch unabhängig von einer koalition, denn die gibt es nicht.
4. Juli, 2009 um 17:12 |
Entschuldigung, ich vergass, das ihr ja in der letzten Koalition nicht mitgemacht habt. Und das ihr Rudi ja nicht mitgewählt habt. Und das ihr Rudi auch nicht wiedergewählt habt. Oder so…
5. Juli, 2009 um 21:27 |
natürlich haben wir rudi mitgewählt. er hat gute arbeit geleistet. die letzte (hoffentlich wirklich die letzte) koalition mit den jusos haben wir aufgekündigt. wäre es nach mir gegangen, wäre diese koalition gar nicht erst zustande gekommen.
dass du – auf diesen aspekt deines vorherigen beitrags hatte ich vergessen zu antworten – von den abmachungen zur verwaltungsratswahl nichts wusstest, wird daran liegen, dass du bei den jusos vermutlich und offensichtlich nicht zu denen gehörst, die etwas zu sagen haben.
6. Juli, 2009 um 14:14 |
jetzt mal zurück zum thema: wie kann es denn sein, dass man eine abstimmung durchführt, diese scheitert und man dann trotzdem ein ticket einführt, von dem nur sehr wenige profitieren und alle dafür zahlen sollen???
ich denke, ihr vertretet die studenten? oder nur ein paar dorf-nrwler, die am wochenende unbedingt zu mami und papi fahren müssen? wenn ich in diesem bundesland umherfahzren WOLLTE, könnte ich mir zu dem preis immer noch zwei nrw-tickets kaufen!
wie kann man denn ernsthaft gegen studiengebühren sein und dann selbst für so einen scheiß die studenten zur kasse bitten??? ich habe jetzt schon 2 jobs, um mich zu finanzieren, stehe daher zum glück nicht am sozialen abgrund, werde aber dadurch wohl auch keinen ausgleich von dem tollen sozialfonds bekommen.
was passiert, wenn ich den betrag einfach nicht überweise?
- antworten ernsthaft erwünscht! nehme gerne auch private spenden entgegen.
6. Juli, 2009 um 18:09 |
hallo kat,
genau deswegen ist das ufafo gegen das nrw-ticket, hat sich immer dagegen ausgesprochen, bei der urabstimmung zu „nein“ geraten und im studierendenparlament gegen die nrw-erweiterung gestimmt.
frag also am besten bei den das ticket befürwortenden listen (insbesondere juso-hsg – leider ohne kommentarfunktion auf der homepage – und rcds) nach, warum sie alle studierenden für die (freizeit)fahrten einiger studierender blechen lassen wollen.
wenigstens hat der neue asta die vertragslaufzeit verkürzt, so dass bereits nach einem jahr wieder gekündigt werden kann. hoffentlich bildet sich bis dahin eine breite opposition gegen das nrw-ticket, so dass das studierendenparlament gezwungen ist, es wieder abzuschaffen. dafür müssen sich aber auch – deutlicher als in der urabstimmung – diejenigen zu wort melden, die dagegen sind!
viele grüße, astrid
6. Juli, 2009 um 21:33 |
Ich versrehe überhaupt nich wieso manche hier gegen NRW Ticket aussprechen ,, obwohl es nur um 38 euro geht .. und dafür kann man sich überall in nrw bewegen. auf der suche nach einem praktikum habe ich hier in oder um münster gar keines gefunden .. ich musste bis köln und dann zurück nach münster fast jeden tag .. ich konnte einfach keinen nachmiter finden .. setlt ihr euch das einfach vor wieviel schöne 2 studen ticket gekauft habe .. fast alle unis des nrw führen seit langem nrw tickt ein wieso nicht in münster oder seid ihr hier die schlausten … könnt ihr einfach auf ein paar bärchen verzichten oder ihr problem mit 38 ist gelöst
10. Juli, 2009 um 11:35 |
38 Euro ist lächerlich wenig, verstehe gar nicht, wieso da so lange herumdiskutiert wird. Lächerlich ist dieser Sozialfonds. Es gibt niemanden, der nicht 38 Euro im Semester zusätzlich übrig hätte. Wenn doch, dann nur deswegen, weil er lieber saufen geht und zu doof ist, mit seinem Geld umzugehen.
10. Juli, 2009 um 14:59 |
das, liebe(r) pranke, ist wirklich unter aller sau, arrogant und ignorant! ätzend!
10. Juli, 2009 um 15:31 |
hey pranke, nicht von sich auf andere schließen! (von wegen geld versaufen und so)