Am 29. Mai fand in Rheine im nördlichen Westfalen ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr statt. Diese öffentliche Militärpräsenz wurde zum Anlass genommen, gegen Rüstung, Auslandseinsätze und die Bundeswehr und Militarisierung generell unter dem Motto „Gelöbnix“ zu demonstrieren. Auch AktivistInnen des uFaFo nahmen daran teil und forderten insbesondere, mehr Geld in das Bildungssystem zu stecken, anstatt die Ausgaben für Militär und Kriegseinsätze zu erhöhen.

Hier: Irene Thesing im Interview
Mit den Transparenten „Bildung statt Bomben“ und „Menschenrechte Tralala… Krieg ist für Profite da!“ und in Bildungsstreik – T-Shirts wurden diese Forderungen an die Rheinenser Bevölkerung mit einer kleinen, aber feinen Demonstration herangetragen.
Und tatsächlich, die Worte fanden Gehör. In der Innenstadt von Rheine erreichten die knapp 200 DemonstrantInnen sehr viele BesucherInnen, die gerade ihre Einkäufe erledigten oder in den Cafe’s am Marktplatz ihren verdienten Feierabend genossen. Die bunte Mischung der DemonstrantInnen stand dabei in direktem Kontrast zum Aufmarsch der Bundeswehr mit Militärkapelle, Nationalhymne und Gelöbnis. Auch in der Münsterschen Zei
tung im Regionalteil fanden die Forderungen Anklang. „Das Geld, das die Regierung in die Bundeswehr steckt, sollte besser in Bildung gesteckt werden“, wird dort uFaFo-Mitglied Olaf Götze zitiert. Hier wurden also Perspektiven aufgezeigt zur herrschenden Meinung, man müsse in Rüstung und Militär investieren, anstatt in Bildung und die Zukunft unserer Kinder, um gesellschaftlich voranzukommen. Diese gesellschaftliche Perspektive auf die Entwicklungen unter anderem im Bildungssystem möchte sich das unabhängige Fachschaften Forum (uFaFo) auch in Zukunft bewahren.
Münstersche Zeitung:
Artikel und Video von dem Ereignis
Homepage der Gelöbnix-Initiative:
geloebnix.blogsport.de
16. Juli, 2009 um 23:49 |
Mehr Geld in Bildung zu stecken ist eine gute Sache, aber kein Soldat lässt sich totschießen weil er schlechte Ausrüstung hat!
18. Juli, 2009 um 15:25 |
Für eine verfehlte Außenpolitik aber schon oder wie? Diplomatie will gelernt sein, am besten an der Uni. Dann könnte mancher Krieg auch ohne Bomben gelöst werden.
Man stelle sich das Szenario vor, wir schickten tausende afghanisch sprechende Helfer (Lehrer, Techniker usw.) in das Land im Nahen Osten. Aber nein, wir haben nur an Waffen ausgebildete Soldaten zur Verfügung.