Alles ist erleuchtet – BesetzerInnen tauchen Grevener Straße in Kerzenlicht

By ufafomuenster
Kerzen am "Versetzt" in der Grevener Straße

Kerzen am "Versetzt" in der Grevener Straße

Am vergangenen Dienstag, ein Tag nachdem die städtische Wohnungsbaugesellschaft den BesetzerInnen den Saft abgedreht hatte, zeigten diese, dass sie sich nicht unterkriegen lassen. Kaum war ein Interview mit dem WDR beendet und eine Solidaritätserklärung der Grünen Jugend Münster („Die BesetzerInnen nicht kriminalisieren!“) entgegengenommen, entschieden die BesetzerInnen in der Grevener Straße eine „Kerzenaktion für preiswerten Wohnraum“ durchzuführen. Mit dabei war das unabhängige Fachschaften Forum (uFaFo).

BewohnerInnen zeigen Solidarität

Gegen 18.00 Uhr begannen die BesetzerInnen die Bewohnerinnen und Bewohner der Grevener Straße persönlich auszusuchen. Sie klingelten an den Türen und baten um Unterstützung. Der Plan: die BewohnerInnen der Grevener Straße stellen von 20.00 bis 22.00 Uhr Kerzen an ihre Fenster. Einerseits um ihre Solidarität mit den BesetzerInnen zu zeigen, andererseits, um mit ihnen für preiswerten Wohnraum zu demonstrieren.

Antenne Münster sendet Aufruf

Erleuchtete Häuserzeile

Erleuchtete Häuserzeile

Als klar war, dass die Aktion ein Erfolg werden würde, benachrichtigte das uFaFo Antenne Münster, so dass der Aufruf im Radio veröffentlicht wurde. Ebenso wurde veröffentlicht, dass die Polizei in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch beabsichtige „zu räumen“, was die Pressestelle der Polizei vehement bestritt.

BewohnerInnen zeigen Solidarität

BewohnerInnen zeigen Solidarität

„Wieder einmal haben wir es geschafft auf Münsters Wohnraum – probleme aufmerksam zu machen. Wir kamen ins Gespräch mit den Einwohnerinnen und Einwohnern der Grevener Straße, ernteten aufmunternte Worte und Zustimmung“, so Jörg Rostek, Mitglied des uFaFo, über die Aktion. „Wir hoffen, dass wir dazu beitragen konnten, Vorurteile abzubauen und eine Kriminalisierung der BesetzerInnen zu verhindern.“

Nelles besetzt mit

Gegen Papst, Staat und Patriarchat

Gegen Papst, Staat und Patriarchat

Die Besetzerinnen und Besetzer harren immer noch in der Grevener Straße 53 aus. Jede Nacht müssen sie mit der Angst verbringen, geräumt zu werden. Da war das Vorbeikommen der Uni-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles eine willkommene Abwechslung. Leider hatte sie, wie neulich während des „Eintritt frei-Gedenktages“ keine Pralinen dabei.

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Eine Antwort zu „Alles ist erleuchtet – BesetzerInnen tauchen Grevener Straße in Kerzenlicht“

  1. Olaf sagt:

    PM der BesetzerInnen:
    Die Besetzung an der Grevener Straße 51-55 wird mit breiter Unterstützung durch die Nachbarschaft fortgeführt

    Nachdem die Polizei und Wohn- und Stadtbau vergangene Woche versucht hatten, die BesetzerInnen der Grevener Str. 51-55 einzuschüchtern, geht es in den Häusern mit voller Kraft weiter. Am Wochenende gab es Renovier-und Bauworkshops: Die Fensterrahmen haben eine bunten Anstrich bekommen und vermitteln das klare Interesse, die Häuser weiter instandzubesetzen. Weitere Veranstaltungen sind diese Woche geplant, nähere Termine unter: http://grevener.blogsport.de/

    Über die freundliche und solidarische Unterstützung der AnwohnerInnen haben sich die BesetzerInnen sehr gefreut: „Wenn die Nachbarn Strom, Wasser, Essen und Geldspenden zum Erhalt der besetzten Häuser beisteuern, dann zeigt das wie sehr sie unsere Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum und einem sozialem Zentrum unterstützen“, so die Einschätzung von Stefanie Kramer. Die massiven Einschüchterungsversuche sind somit fehlgeschlagen. Montag, den 16.03.2009 hatte die Wohn- und Stadtbau mithilfe eines großen Polizeiaufgebotes Strom und Wasser in den 3 Häusern gekappt. Donnerstag und Freitag gab es eine verstärkte Polizeipräsenz: mehrfach wurden die Häuser sehr knapp von Helikoptern überflogen.
    Falls es zu der bereits häufiger angekündigten Räumung der Häuser kommt, werden alle Menschen, die die Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum und einem sozialen Zentrum unterstützen, zu einer Demo aufgerufen. Am Tag der Räumung geht es um 18.00 Uhr an der Grevener Str. los.
    Bis dahin freuen sich die BesetzerInnen auch weiter über die Teilnahme an Veranstaltungen und die Unterstützung durch Sach- und Geldspenden (Wasser, Kerzen, etc.).

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