Protest gegen verharmlosendes Transparent

By ufafomuenster

Andy Strauß, Kulturreferent und Jörg Rostek, Referent für politische Bildung und demokratische Rechte im AStA der Uni Münster, haben am vergangenen Mittwoch gemeinsam gegen ein ca. 50 Meter langes Werbebanner der NRW-Bank demonstriert. Das Transparent ist an einem Bauzaun auf der Ecke Friedrichstraße/Mauritztor angebracht – direkt vor dem Hauptgebäude der NRW-Bank.

Das Transparent erregt dadurch Aufmerksamkeit, da darauf meterhoch Studierende abgebildet sind, die das Studienkredit-Angebot loben unter anderem mit den Worten: “Ich finde das Studienbeitragsdarlehen cool”, “Ich finde es gut, dass mir das Darlehen ermöglicht, in eine bessere Zukunft zu starten” und “Jetzt macht Studieren Spaß!”.

Für die beiden Referenten des AStA der Münster ist eine derartige Darstellung des komplexen Themas “Studiengebühren und Kredit” abzulehnen. “Die NRW-Bank verharmlost mit diesem Transparent die Verschuldung, die dank Studiengebühren, auf die Studierenden zukommt”, begründet Jörg Rostek die Aktion und ergänzt: “Mag sein, dass der NRW-Bank-Kredit tatsächlich zahlreichen Studierenden hilft, die finanzielle Belastung auszuhalten, aber in eine glückliche Zukunft startet man damit garantiert nicht. Pläne wie ein eigenes Haus oder das Gründen einer Familie rücken Dank Studiengebühren in weite Ferne.”

Auf dem Transparent teilt die NRW-Bank unter anderem mit, dass mittlerweile über 60.000 Studierende in NRW ein “Studienbeitragsdarlehen” in Anspruch nehmen würden. Die Fotos von den Studierenden seien während der Campus-Messe in Düsseldorf entstanden. Die Sprüche würden die Begeisterung der Studierenden über die Darlehen der Bank kundttun.

“Es grenzt an Zynismus eine solche Werbekampagne zu fahren. Es gibt in Münster keinen Platz, um für Kultur zu plakatieren, aber meterweit Lügen zu verbreiten, soll ok sein”, fragt sich Andy Strauß erregt und meint: “Ich fände es bärenstark, wenn das wieder abgenommen werden würde. “

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