Die Mitglieder der hochschulpolitische Liste „unabhängiges Fachschaften Forum“ (uFaFo) danken allen 1.580 Studierenden, die sich am Boykottversuch allgemeiner Studiengebühren an der Universität Münster beteiligt haben – auch wenn die erforderliche Anzahl (7.500 TeilnemherInnen) nicht erreicht wurde.
„Auch wenn es weniger waren als beim Boykottversuch im vergangenen Jahr, wir werden nicht aufgeben Studiengebühren zu bekämpfen. Schließlich wurden wir genau dafür von den Studierenden gewählt“, kommentiert Georg Bloch, für das uFaFo im Studierendenparlament die TeilnehmerInnenzahl. „Nun gilt es die Fehler die gemacht wurden zu analysieren und, damit sie bei zukünftigen Mamutprojekten nicht wieder auftreten, aus ihnen zu lernen.“
„Wir hätten mehr erwartet“
Bei der Durchführung des zweiten Boykottversuchs war das uFaFo eine treibende Kraft. Im November des vergangenen Jahres sammelten dessen Mitglieder unter den Studierenden Unterschriften, um auf eine Urabstimmung zum Boykott hinzuwirken. In dieser Urabstimmung stimmten über 5.000 Studierende für einen zweiten Boykottversuch. „Deshalb hätten wir mehr erwartet – einerseits an aktiver Hilfe und andererseits mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wir wollten den Studierenden die Möglichkeit geben,
Studiengebühren quasi abzuwählen. Diese Chance hat der Großteil ungenutzt verstreichen lassen. Schade eigentlich“, meint Jörg Rostek, uFaFo-Parlamentarier.
Senat und Landtagswahl im Blick
Das unabhängige Fachschaftenforum blickt nun voller Erwartung auf den Senat der Universität Münster, dem es im Wintersemester 2008/2009 obliegen wird, abermals über Studiengebühren zu entscheiden. Ebenso hoffen die Mitglieder des uFaFo nach der nächsten Landtagswahl auf „hessische Zustände“ in Nordrhein-Westfalen. „Doch bis dahin müssen wir als Studierende selbst das Zepter in die Hand nehmen. Wir wollen, dass der Senat entscheidet, dass Studiengebühren abgeschafft werden. Damit es dazu kommt müssen wir aber selber die Initiative ergreifen – und überzeugen“, schließt Irene Thesing für das uFaFo.
Weitere Informationen erhaltet ihr unter www.oums.de und unter www.asta.ms.
Schlagworte: Studiengebühren, Boykott, Protest